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Unser Kaschmir

Eine Faser aus einer der rauesten Gegenden der Welt

Woher unser Kaschmir kommt, wie er gewonnen wird, woran man gute Qualität erkennt und wie dein Pullover lange schön bleibt.

Woher Kaschmir kommt

Kaschmir stammt von der Kaschmirziege. Ihr Zuhause sind die weiten, trockenen Hochebenen Zentralasiens – vor allem in China (Innere Mongolei) und der Mongolei. Die Winter dort sind lang und eisig, die Sommer heiß und trocken. Um diese Gegensätze zu überstehen, tragen die Ziegen ein doppeltes Fell: außen grobes, schützendes Deckhaar, darunter ein dichtes Unterfell aus extrem feinen Fasern. Genau dieses Unterfell ist Kaschmir.

Gewonnen im Frühjahr, von Hand

Wenn es im Frühjahr wärmer wird, wechseln die Ziegen ihr Fell. Dann wird die sich lösende Unterwolle von Hand ausgekämmt – eine aufwendige Handarbeit, die sich über Wochen zieht. Pro Tier und Jahr bleibt nach der Reinigung nur eine kleine Menge feiner Faser übrig. Für einen Pullover braucht es deshalb die Jahresausbeute mehrerer Ziegen.

Vom Fell zum Garn

Die gekämmte Wolle enthält noch grobe Deckhaare, Staub und Fett. In mehreren Schritten wird sie gewaschen und „enthaart“ – die groben Haare werden maschinell von den feinen getrennt. Anschließend wird die Faser nach Feinheit, Länge und Naturfarbe sortiert. Erst dann wird sie zu Garn gesponnen und zu Pullovern und Schals gestrickt oder gewebt.

Woran man guten Kaschmir erkennt

  • FeinheitJe dünner die Faser, desto weicher. Hochwertiger Kaschmir liegt bei etwa 14–16 Mikrometern – deutlich feiner als gewöhnliche Schafwolle.
  • FaserlängeLange Fasern ergeben ein glatteres, haltbareres Garn, das weniger pillt. Kurze Fasern sind günstiger, fusseln aber schneller.
  • NaturfarbeHelle, naturweiße Fasern lassen sich schonender färben und sind besonders begehrt.
  • VerarbeitungDichte, gleichmäßige Maschen und ein sauber gesponnenes Garn halten länger in Form.

Unser Kaschmir

Begegnung mit einer Hirtenfamilie in der mongolischen Steppe, im Hintergrund eine Herde Kaschmirziegen

Unser Kaschmir kommt aus der Mongolei. Wir beziehen ihn direkt von Khanbogd Cashmere, einem mongolischen Hersteller, der seit 1998 Kaschmir verarbeitet – vom Reinigen der Rohfaser bis zum fertigen Pullover oder Schal. Khanbogd arbeitet eng mit den Hirtenfamilien zusammen, die ihre Ziegen auf den Weiden der Mongolei halten, und setzt sich für das Wohl der Tiere und den Schutz der Weideflächen ein.

Dazu das, wofür AMPELMANN steht: Design aus Berlin, gemacht für lange Winter – und mit dem kleinen Mann, der weiß, wann es weitergeht.

Damit dein Kaschmir lange schön bleibt

Kaschmir ist eine Naturfaser und will gut behandelt werden. Nach dem Tragen lüften statt waschen – Kaschmir nimmt Gerüche kaum an. Wenn gewaschen werden muss: kalt von Hand oder im Wollprogramm bis 30 °C, mit Wollwaschmittel, nicht auswringen, sondern liegend und in Form gezogen trocknen. Pullover gefaltet lagern, nicht auf den Bügel hängen. Kleine Knötchen (Pilling) sind normal und lassen sich mit einem Kaschmirkamm entfernen.

Häufige Fragen

Was ist Kaschmir eigentlich?

Kaschmir ist die feine Unterwolle der Kaschmirziege – kein Schafwoll-Produkt. Die Ziegen bilden sie als Schutz gegen die Winterkälte auf den Hochebenen Zentralasiens.

Woher kommt euer Kaschmir?

Aus der Mongolei. Wir beziehen ihn direkt von unserem Hersteller Khanbogd Cashmere, der ihn dort vom Rohstoff bis zum fertigen Stück verarbeitet.

Warum ist Kaschmir so teuer?

Eine Ziege liefert pro Jahr nur wenig feine Unterwolle, und die Gewinnung ist Handarbeit. Für einen Pullover braucht es deshalb die Jahresausbeute mehrerer Ziegen.

Kratzt Kaschmir?

Nein. Kratzen entsteht durch grobe Fasern. Kaschmirfasern sind so fein, dass sie die Haut nicht reizen – auch direkt am Hals nicht.

Ist Kaschmir wärmer als Wolle?

Kaschmir wärmt bei gleichem Gewicht sehr gut und fühlt sich dabei leicht an. Wie warm ein Stück am Ende ist, hängt aber auch von Strick und Dicke ab.

Warum bilden sich Knötchen (Pilling)?

Die feinen Fasern lösen sich an Reibestellen leicht und verknoten sich – vor allem in den ersten Wochen, an Ärmeln und unter den Armen. Das ist kein Qualitätsmangel. Mit einem Kaschmirkamm lassen sich die Knötchen schonend entfernen. Mit der Zeit nimmt die Knötchenbildung ab.

Wie oft sollte ich Kaschmir waschen?

Selten. Nach dem Tragen reicht Auslüften meist aus, denn Kaschmir nimmt Gerüche kaum an.

Wie wasche ich Kaschmir richtig?

Kalt von Hand oder im Wollprogramm bis 30 °C mit Wollwaschmittel. Nicht auswringen, sondern Wasser sanft ausdrücken, in ein Handtuch rollen und liegend in Form trocknen. Nie in den Trockner.

Läuft Kaschmir ein?

Bei warmem Wasser, starker Reibung oder im Trockner ja – wie jede tierische Faser. Kalt und schonend gewaschen behält er seine Form.

Wie lagere ich meinen Pullover?

Gefaltet im Schrank, nicht auf dem Bügel – sonst leiert er aus. Für den Sommer sauber und gut verschlossen lagern; Lavendel oder Zedernholz helfen gegen Motten.

Der AMPELMANN in Kaschmir

Pullover, Strickjacken und Schal – limitierte Edition zu 30 Jahren AMPELMANN.

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